Linked Media Framework

Das Linked Media Frameworks (LMF) kombiniert die Eigenschaften eines Linked Data Servers und Clients mit semantischer Suche, Analyse und Interlinking von Inhalten, sowie der Triplifizierung von Altdaten. Es ist die Software-Grundlage für die Umsetzung der Anwendungsszenarien im Salzburg NewMediaLab, z.B. die Suche der Salzburger Nachrichten (http://search.salzburg.com).

Verfügbarkeit

Die Software ist verfügbar auf der Google Code Seite unter:

Eigenschaften

Hier eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Eiggenschaften (Verion 2.6.0):

  • separater und erweiterbarer Linked Data Client und Linked Data Cache (kann auch unabhängig vom LMF genutzt werden)
  • separate Linked Data Anfragesprache LDPath (kann ebenfalls unabhängig vom LMF genutzt werden)
  • überarbeiteter Triplestore mit Transaktionen, regelbasiertem Reasoner, Versionierung, transparentem Zugriff auf die Linked Data Cloud und erheblich verbesserter Performance (kann auch unabhängig als Sesame Backend verwendet werden)
  • Unterstützung des Memento-Protokolls für die Versionierung und den Zugriff auf ältere Versionen von Ressourcen – überarbeitete Administrationsoberfläche
  • Beginn der Implementierung der “Linked Data Platform” Spezifikation, die gerade beim W3C entsteht
  • Unterstützung des dynamischen Clusterings von Suchergebnissen in der semantischen Suche
  • aktuelle Version von Apache Stanbol mit mehrsprachigem NLP-Support und Sentimentanalyse

Apache Marmotta

Wesentliche Teile des LMF werden zukünftig zur Apache Software Foundation verlagert und werden dort unter neuem Namen “Apache Marmotta” bereitgestellt. Das Linked Media Framework existiert allerdings auch in Zukunft als Paket welches Apache Marmotta, Apache Stanbol, Apache SOLR und OpenRefine kombiniert und integriert.

Smarte Integrations- und Suchlösungen für Unternehmensdaten

Das Linked Media Framework (LMF) ist wesentlicher Kernpunkt des Kompetenzzentrums Salzburg NewMediaLab – The Next Generation (SNML-TNG). Das LMF ist einer der wenigen Linked Data Server weltweit und steht als Open Source-Software auf Google Code zur Verfügung. Damit können Unternehmen unter anderem individuelle Suchlösungen für ihre Datenbestände aufbauen.

In vielen Unternehmen existieren üblicherweise mehrere Datenhaltungssysteme, in denen digitale Inhalte aus den täglichen Arbeitsprozessen – Dokumente, Nachrichten, Fotos, Filme usw.  – bearbeitet und gespeichert werden. Weil für spezialisierte Prozesse in verschiedenen Abteilungen unterschiedliche Systeme im Einsatz sind, kommt es zu redundanter Speicherung und Beschreibung der Daten. Mit dem „Linked Media Framework“ (LMF) können nun relevante Strukturen zur Beschreibung der Inhalte aus unterschiedlichen Quellen extrahiert und in einer unternehmensweit einheitlich zugänglichen Wissensbasis zur Verfügung gestellt werden. Die Software ist ein Linked Data Server gekoppelt mit einer flexibel konfigurierbaren semantischen Suche. Das LMF erweitert bestehende Linked Data-Prinzipien mit Updates und der Unterstützung für Medieninhalte.
Die Open Source-Software kann auf Google Code heruntergeladen werden. Erfolgreiche Testläufe wurden bereits mit Beständen des ORF-Archivs und Inhalten zu den Cliff Divers aus dem Archiv von Red Bull durchgeführt. Weitere optionale, modulare Erweiterungen sind geplant bzw. bereits in Arbeit.
Die Software ist eine Weiterentwicklung der Ergebnisse des Projekts „KiWi“. Mit der Veröffentlichung als Open Source-Software profitieren Unternehmen nun nachhaltig von den Ergebnissen aus dem  EU-finanzierten Forschungsvorhaben.

Weitere Informationen

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