Projekte
ComStudy
Studie: Erfolgreicher Community-Aufbau und technologische Unterstützung
Mit der ComStudy wird am SNML beginnend mit Oktober 2008 eine Studie zu dem erfolgreichen Community-Aufbau durchgeführt, die anhand Literaturanalysen, Best-Practice-Beispielen, Fallanalysen und Expertenbefragungen für unterschiedliche Szenarien konkrete Implementierungsstrategien beschreibt.
Zusätzlich beschreiben wir drei wesentliche Funktionalitäten von Community-Systemen, die bisher kaum dezidiert untersucht wurden, durch Vorstellung und Vergleich unterschiedlicher Realisierungen und Systeme, Best-Practice-Lösungen sowie die Erfahrungen mit dem Community-Aufbau:
- Die Entwicklung und Auswertung von Metainformationen von Communitys und ihren Aktivitäten.
- Die Möglichkeiten mit Empfehlungen Communitys zu unterstützen.
- Systeme zur Darstellung von Engagement und Reputation der Community-Mitglieder.
Publikationen
- Reihe Social Media Band 1 (März 2009)
Schaffert, Sandra & Wieden-Bischof, Diana (2009). Erfolgreicher Aufbau von Online-Communitys. Konzepte, Szenarien und Handlungsempfehlungen. Erschienen in der Reihe “Social Media”, hrsg. von Georg Güntner und Sebastian Schaffert, Band 1. Salzburg: Salzburg Research. (ISBN 978-3-902448-13-2) - Reihe Social Media Band 2 (Nov. 2009)
Schaffert, Sandra (2009). (Meta-) Informationen von Communitys und Netzwerken - Entstehung und Nutzungsmöglichkeiten. Erschienen in der Reihe “Social Media”, hrsg. von Georg Güntner und Sebastian Schaffert, Band 2. Verlag Salzburg Research. (ISBN-10: 3902448156, ISBN-13: 978-3902448156) - Reihe Social Media Band 3 (Feb. 2010)
Schaffert, Sandra u.a. (2010). Empfehlungen im Web. Konzepte und Realisierungen. Erschienen in der Reihe “Social Media”, hrsg. von Georg Güntner und Sebastian Schaffert, Band 3. Verlag Salzburg Research. (ISBN-13: 978-3-902448-16-3) - Reihe Social Media Band 4 (Feb. 2010)
Schaffert, Sandra; Güntner, Georg; Lassnig, Markus & Wieden-Bischof, Diana (2010). Reputation und Feedback im Web. Einsatzgebiete und Beispiele. Erschienen in der Reihe „Social Media“, hrsg. von Georg Güntner und Sebastan Schaffert, Band 4. Verlag Salzburg Research. (ISBN 978-3-902448-17-0)
Future Content Platforms
Die Online-Zeitung im Jahr 2010
Der traditionelle Weg der Inhaltserstellung umfasst viele Schritte, ist zeitaufwändig und teuer. Inhalte sind durch das jeweilige Medium beschränkt (z.B. Text und Bilder in Zeitungen). Leserinhalte kommen in diesem System nur sehr begrenzt zur Geltung. Aktuelle Entwicklungen im Internet – insbesondere „Social Software“ und „Semantic Web“ – verändern derzeit jedoch maßgeblich die Art und Weise wie Inhalte erstellt und konsumiert werden.
Das Projekt „Future Content Platforms“ (FCP) untersucht, wie ein traditioneller Inhalteanbieter, wie die Tageszeitung „Salzburger Nachrichten“, auf diese Entwicklung reagieren und ihr Angebot sowohl im Online- als auch im Printbereich attraktiver gestalten kann. Im Projekt soll eine innovative, wissensbasierte Online-Plattform für die Region Salzburg entwickelt werden. Bestandteile sind ein Nachrichten- und Marktportal und neue Interaktionsmöglichkeiten für die Leserschaft.
Intelligent Edumedia Repository
Bildungsmaterialien für Lehrende und Schüler
Ziel des Projektes „Intelligent Edumedia Repository“ (InterEDU) ist die Entwicklung einer Online-Plattform für multimediale digitale Lernmaterialien (Edumedia Repository). Insbesondere wird ein einfacher Zugriff realisiert, der einerseits die Suche, das Zusammenstellen und die Wiederverwendung von Lernmaterialien unterstützt und andererseits auch die Bewertung und Diskussion durch Benutzer ermöglicht. Dazu wird im Projekt ein System entwickelt, das auf Grundlage eines Wissensmodells folgende Dienste anbietet:
- Single Point of Access: Der Zugriff auf unterschiedliche Arten von Inhalten und Diensten (z.B. Arbeitsblätter, Videomaterial, Lernmanagementsysteme) wird über eine einheitliche, einfach zu verwendende Schnittstelle erfolgen. Das vereinfacht den Zugang für Lehrer und Schüler und erleichtert die Verknüpfung verschiedener Inhalte.
- Intelligente Suche: Die Plattform soll eine „intelligente“ Suche anbieten, die in der Lage ist, den Benutzer durch das Wissensmodell zu unterstützen. Beispielsweise kann eine Suche nach „Bildern von Vögeln“ automatisch auch Bilder von Enten zurückliefern, obwohl diese möglicherweise nicht explizit mit dem Schlüsselwort „Vogel“ versehen sind.
- Intelligente Navigation: Ebenso sollen dem Benutzer bessere Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Einerseits sind viele Lernmaterialien nicht nur einem Thema (z.B. Mathematik) zugeordnet, sondern oft für mehrere Themengebiete relevant und erfordern daher eine Zuordnungsmöglichkeit, die über klassische Ordnerstrukturen hinausgeht. Andererseits sollen aufgrund des Wissensmodells oder aufgrund von Statistiken über das Nutzerverhalten zu einem Inhalt ähnliche, möglicherweise ebenfalls relevante Medien angezeigt werden.
- Der Benutzer als Inhalteproduzent: Ausgewählte User sollen zukünftig die Möglichkeit haben, Inhalte selbst zu publizieren und anderen zur Verfügung zu stellen. Das Wissensmodell der Plattform kann durch die Benutzer gepflegt werden. Sie können Inhalte zu bestimmten Themen zuordnen oder das Wissensmodell an aktuelle Entwicklungen in Themengebieten anpassen.
- Bewertungssystem: Die Plattform wird die Möglichkeit anbieten, Inhalte mit Kommentaren zu versehen (z.B. Art des Einsatzes, Verbesserungsvorschläge) und bezüglich bestimmter Kriterien (z.B. Eignung für den Unterricht, Aufbau, Aufwand) zu bewerten.
SAMY
Single Point of Access Semantic Media Repository Framework
Das Projekt SAMY („Single Point of Access Semantic Media Repository Framework“) befasst sich mit typischen Problemstellungen historisch gewachsener Medienkunstarchive und entwickelt dafür einen generischen Lösungsansatz auf der Basis eines Open Source Software-Frameworks, das einerseits die Funktionen eines Asset Management Systems und andererseits die Verwaltung von semantischen Netzen auf Basis einer Ontologie unterstützt.
Medienkunstarchive, wie beispielsweise das Archiv der Ars Electronica in Linz oder des Kulturdokumentationszentrums basis wien besitzen heterogene, teilweise historisch gewachsene Datenstrukturen. Das Archiv besteht dabei in der Hauptsache aus einer Vielzahl von multimedialen digitalen Daten (Bilder, Fotos, Videos, Sound und Musik, ...), Texten, Datensätzen zu Personen, Institutionen etc., und komplexen Beziehungen zwischen diesen Entitäten. Die physikalischen (realen) oder digitalen Objekte und ihre Metadaten (Schlagworte, Taxonomien, ...) werden dabei üblicherweise in unterschiedlichen Ablagesystemen und/oder Datenbanksystemen verwaltet.
Um einheitliche Zugänge zur Bearbeitung und Vermittlung, und einheitliche Verfahren zur Langzeitarchivierung zu schaffen, besteht aus der Sicht der Archiv-Betreiber der Bedarf nach einer Medienkunstarchiv-Plattform, in die bestehende und neue Archive integrierbar sind. Die Vereinheitlichung archivübergreifender Eigenschaften ist dabei genauso wichtig wie die Berücksichtigung spezieller Eigenheiten eines Archivs.
Das Ziel von SAMY besteht in der Konzeption, Erstellung, Implementierung und Evaluation eines generischen Software-Frameworks für Medienkunstarchive. Da vorhandene Systeme beide Anforderungen nicht optimal erfüllen, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt ein bestehendes Open Source Lösung für Medienmanagement (Fedora) zu erweitern um einen „Single Point of Access“ für die Verwaltung und den Zugriff auf sowohl Medienassets als auch (semantische) Metadaten zu realisieren.
Smart Media Archives
Digitale Medienarchive - Gemeinsam statt einsam?
Die digitalen Archive mittlerer und großer Unternehmen bestehen heute nicht mehr allein aus Dokumenten und Zahlenkolonnen. Längst finden sich in den Medienarchiven auch Bilder, technische Zeichnungen, Animationen und audiovisuelle Materialien (z.B. Sprachaufzeichnungen und Video-Beiträge). Mit der wachsenden Einfachheit der Erstellung digitaler Materialien steigen gleichzeitig die Anforderungen an die Archivare. Bei oft gleichbleibenden Budgets für die Verwaltung und Pflege des Archivs sind ungleich mehr digitale Artefakte zu archivieren. Ungleich aufwändiger ist es, audiovisuelles Material richtig zu kategorisieren und zu beschlagworten. Und immer öfter klafft zwischen der wahren Bedeutung eines Artefakts und deren Beschlagwortung im Katalog eine „semantische Lücke“. Was aber passiert am Ende, wenn die Unternehmensgröße oder die organisatorischen Voraussetzungen in einem Unternehmen nicht ausreichen, um einen „hauptamtlichen Archivar“ zu beschäftigen?
Lebendige Archive
Die Lösung für diese Probleme könnte darin bestehen, die Autoren und die interessierte Öffentlichkeit auf kontrollierte Weise zum Beschlagworten einzuladen. Vielleicht muss dazu auch ein Anreizsystem entwickelt werden, in jedem Fall aber muss nachvollziehbar sein, welche Anmerkungen und Schlagworte vom Archivar und welche von anderen Autoren vergeben wurden. So entstehen „kollaborativ gepflegte Unternehmensarchive“. Beispiele für solche Anwendungen sind Bildarchive der öffentlichen Hand, historische Archive für Events oder Sportveranstaltungen, u.v.a.m. Und plötzlich sind es nicht mehr nur Schlagworte, sondern ganze „Geschichten“, die sich um ein Artefakt ranken. Geschichten die ungleich reicher an Semantik sind, als es alle archivarischen Klassifikationssysteme der Welt je sein können: Das Archiv lebt!
Kollaborative Ansätze mit semantischer Integration
Kommt Ihnen dieses Szenario bekannt vor? Entstehen da nicht Assoziationen mit Anwendungen im Bereich des „Social Tagging“ (z.B. Flickr , last.FM ) und des „Social Bookmarking“ (z.B. del.icio.us )? Die Ideen sind, so gesehen, nicht bahnbrechend, neu ist allerdings der Versuch, diese Verfahren auf den Bereich von Medienarchiven anzuwenden. Neu ist auch der Ansatz die semantische Integration der so angereicherten Archive zu unterstützen.
